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DIE BRENNEREI JOSEF HÄFNER

Das Schnapsbrennen hat in unserer Familie Tradition seit 1935.

Schon bei der Auswahl der Früchte wird auf einen guten Reifegrad und ein fruchtiges Aroma geachtet. Für Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschgen oder Ringlo-Schnäpse werden hauptsächlich alte fränkische Sorten verwendet. Es handelt sich zum Teil um uralte Züchtungen, die langsam auch aus unserer Gegend verschwinden, weil sie nicht die Größe oder das Aussehen von heutigem Tafelobst haben - aber im Geschmack und im Fruchtzuckergehalt diesem Obst überlegen sind.




Unsere Früchte überzeugen durch Geschmack und Fruchtzuckergehalt.

Äpfel oder Birnen müssen zum Einmaischen mit einem Muser zerkleinert werden. Kleine, weiche Früchte wie Kirschen oder Mirabellen brauchen nicht zerkleinert werden, da sie sich im Fass durch ihr Eigengewicht selbst zerdrücken. Allerdings werden für das Original Fränkische Kirschwasser unserer Brennerei vor dem Einmaischen der Kirschen noch zusätzlich die Stiele entfernt - die Fruchtstiele würden das Aroma bitter beeinflussen.




Josef Häfner beim prüfenden Blick in den Kessel

Nach Sorten getrennt werden die Früchte in luftdicht abgeschlossene Gärbehälter gegeben. Sauberkeit und eine kontinuierliche Vergärung sind die Voraussetzungen für einen edlen Brand. Nur so kann eine optimale Umwandlung des Fruchtzuckers in Alkohol gewährleistet werden. Während des Gärungs-Prozesses wird die Maische regelmäßig durchmischt, damit der Gärungsprozess sich optimal entwickeln kann. Nach einigen Wochen ist die Gärung abgeschlossen und das Schnapsbrennen muss dann beginnen.




Beim Einmaischen der Früchte

Beim Brennen wird der Kessel mit Obstmaische gefüllt und mit Feuer (Kohle/Holz) erhitzt. Oberhalb einer Temperatur von 78 Grad Celsius beginnt der Alkohol aus der Maische zu verdampfen und wird über einen Teller-Kühler wieder abgekühlt. Für Original Fränkische Schnäpse sind prinzipiell zwei Brände notwendig. Der erste Brant, der Raubrand, wird von der Obstmaische erzeugt, der zweite Durchlauf, der Feinbrand, wird aus dem gewonnenen Alkohol des Raubrandes gewonnen. Erst durch das doppelte Brennen entsteht dieses typische mild-feine Bukett der Original fränkischen Schnäpse.




Beim Test am Kessel

Um einen hochwertigen edlen Schnaps zu erzeugen, muss beim Feinbrand der sogenannte Mittellauf richtig vom Vor- und Nachlauf getrennt werden. Nur mit viel Erfahrung und Sensibilität gelingt es, dies vorzunehmen. Der verwertbare Schnaps hat im Schnitt eine Alkoholstärke von ca 60 Vol%. Um ihn auf Trinkstärke von 40 Vol% bzw. 42 Vol% zu bekommen, verwenden wir reines destilliertes Quellwasser. Danach muss der Schnaps in einer zeitaufwendigen Procedere filtriert und in Flaschen abgefüllt werden. Unsere Schnäpse sind reine Naturprodukte, d.h. sie werden ohne Zusatzstoffe wie Aromastoffe oder Haltbarkeitszusätze erzeugt.




Das Schnapsbrennen hat in unserer Familie lange Tradition.